Anwaltskanzlei Levkovski

Tel: 02131 15 31 002

Wesentliche Regelungspunkte für den Fall einer Trennung und Scheidung


Unterhalt für Ehegatten und Kind

Im Fall einer Trennung müssen vorrangig die Höhe des Unterhaltsanspruchs für Ehegatten und eigene Ansprüche von Kindern ausgerechnet werden.

Es kann aber auch wichtig sein, gegen Sie geltend gemachte Unterhaltsansprüche rechtlich auf ihre Tragfähigkeit überprüft werden.

Insbesondere auf diesem Gebiet ist die anwaltliche Inanspruchnahme unerlässlich. Dies wird am Beispiel der Düsseldorfer Tabelle deutlich. Da die Düsseldorfer Tabelle im Internet für jedermann frei zugänglich ist, könnte man die Unterhaltsberechnungen selbst durchführen. Allerdings könne einen nicht sachkundigen Anwender schwerwiegende Fehler unterlaufen. Es ist einfach häufig nicht bekannt, dass anhand konkreter Einzelfälle Auf- oder Abgruppierungen zu erfolgen haben, um zu einem korrekten Ergebnis zu kommen.

Auch beim Ehegattenunterhalt führt die Nichtkenntnis von relevanten Positionen, die das Einkommen verringern oder auch erhöhen können, dazu, dass Ihnen ein finanzieller Schaden entstehen kann.

Insbesondere darf hier die Unterscheidung zwischen dem Trennungsunterhalt und Nachehelichen Unterhalt nicht aus den Augen verloren werden. Da diesen Ansprüchen unterschiedliche Rechtsansprüche zu Grunde liegen und das Anspruch auf Trennungsunterhalt mit der Scheidung/Aufhebung nicht mehr besteht, muss man rechtzeitig an nacheheliches Unterhalt denken und alles zur Prüfung der Anspruchsvorrausetzungen und zu Durchsetzung des Anspruchs in die Wege leiten.

 

Zugewinnausgleich

Der familienrechtliche Fachbegriff des Zugewinnausgleichs kennzeichnet beim gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft/Lebenspartnerschaft den Ausgleich des während der Ehe eingetretenen Vermögenszuwachs beider Ehepartner bei Beendigung der Ehe.

Versorgungsausgleich

Beim Versorgungsausgleich handelt es sich um einen bei der Scheidung stattfindende Ausgleich der während der Ehezeit von den Eheleuten erworbenen Anwartschaften und Aussichten auf eine Altersversorgung oder auf eine Versorgung wegen verminderter Erwerbsfähigkeit. Das Familiengericht führt ihm bei der Scheidung automatisch durch und berücksichtigt insbesondere Anwartschaften bei der gesetzlichen Rentenversicherung, der Beamtenversorgung, der betrieblichen Altersversorgung einschließlich der Zusatzversorgungen des öffentlichen Dienstes, berufständischen Altersversorgungen und aus private Lebensrentenversicherungen.

Steuern und Scheidung

Wird die Ehe geschieden, so ändert sich auch die steuerliche Behandlung der ehemaligen Ehepartner. Es können sich sowohl Steuervorteile als auch Steuernachteile ergeben. Hier kann ein rechtzeitig eingeholter Rat eines Experten zwingend erforderlich sein und viel Geld einsparen.

Aufenthaltsbestimmungsrecht

Nicht selten streiten sich Paare in erster Linie darüber, bei wem das Kind dauerhaft wohnen soll. Dies ist juristisch eine Frage des Aufenthaltsbestimmungsrechts, die auch gerichtlich zu klären ist. Ein Gericht wird immer nur danach entscheiden, bei welchem Ehepartner es dem Kind am besten geht. Es orientiert sich ausschließlich am Kindeswohl. Im gerichtlichen Verfahren wird der zuständige Jugendamt zwangsläufig beteiligt sein und seine Einschätzung zum Verbleib des Kindes abgeben, daher soll in diesem Fall frühzeitig Kontakt mit dem Jugendamt aufgenommen werden.

Sorgerecht

Nicht selten wird der Aufenthaltsbestimmungsrecht mit dem alleinigen Sorgerecht verwechselt oder in einen direkten Zusammenhang gebracht und daher auch der Wunsch der Übertragung des alleinigen Sorgerechts geäußert.

Bei einer Entziehung der elterlichen Sorge eines Elternteils sind aber die deutschen Gerichte sehr streng. Der Antrag auf Übertragung des Sorgerechts muss daher bereits im Vorfeld juristisch überprüft und auch argumentativ begründet werden.

Umgangsrecht

Jeder Elternteil hat das Recht und Pflicht auf Umgang mit seinem Kind/seinen Kindern.

Die Eltern, die die Verantwortung für Ihre Kinder übernehmen möchten, werden vom Jugendamt und Deutschen Gerichten dabei unterstützt. Dabei spielt es keine Rolle ob die Eltern des Kindes verheiratet oder unverheiratet sind. Nur in den Fällen des gravierenden Fehlverhaltens kann der Umgang mit dem Kind verwehrt werden.

Nicht selten scheitert der Umgang mit dem Kind an dem Widerstand des betreuenden Elternteils. In solchen Fällen muss die Vermittlung des Umgangsrechts durch das Jugendamt und nach der erfolgslosen Vermittlung auch das Gerichtsverfahren angestrengt werden, da der Umgang mit beiden Elternteilen und ggf. anderen Verwandten zur gesunden Entwicklung des Kindes beiträgt.